Letzten Dienstag haben wir bei den ASTROlinos etwas ganz Besonderes gelernt: Es gibt nicht nur Planeten wie die Erde, die um unsere Sonne kreisen, sondern auch Planeten, die um andere Sterne außerhalb unseres Sonnensystems kreisen. Solche Planeten nennt man Exoplaneten.
Der allererste Exoplanet, der um einen sonnenähnlichen Stern entdeckt wurde, heißt 51 Pegasi b.

Er wurde 1995 von zwei Schweizer Forschern, Michel Mayor und Didier Queloz, gefunden. Der Stern, um den dieser Planet kreist, heißt Helvetios (das ist ein anderer Name für die Schweiz) und steht im Sternbild Pegasus. Das ist ein Sternbild, das wie ein geflügeltes Pferd aussieht und am Nachthimmel auf dem Rücken fliegend zu sehen ist.
Helvetios ist ungefähr 50 Lichtjahre von uns entfernt. Der Stern ist ein bisschen schwerer als unsere Sonne und leuchtet am Sternhimmel wegen seiner Entfernung so schwach, dass man ihn nur in ganz dunklen Nächten mit bloßem Auge sehen kann.
Der Planet 51 Pegasi b hat den Namen Dimidium bekommen, weil er etwa halb so schwer ist wie der große Planet Jupiter in unserem Sonnensystem. Dimidium ist ein schneller Planet: Er braucht nur 4,2 Tage, um einmal um seinen Stern zu kreisen – das ist viel schneller als die Erde, die ein ganzes Jahr für eine Runde um die Sonne braucht! Außerdem ist Dimidium seinem Stern so nah, dass es dort fast 1.000 Grad heiß wird. Deshalb nennt man solche Planeten auch „heiße Jupiter“.
Wir haben auch darüber gesprochen, was eigentlich ein Stern, ein Planet und ein Mond ist. Sterne sind riesige, leuchtende Kugeln aus Gas, wie unsere Sonne. Planeten sind Himmelskörper, die um Sterne kreisen, und Monde sind Himmelskörper, die vor allem um Planeten kreisen. In unserem Sonnensystem gibt es viele verschiedene Planeten, die sich in Größe, Aussehen und Umlaufbahnen unterscheiden.
Ein spannendes Thema war auch die habitable Zone. Das ist der Bereich um einen Stern, in dem es nicht zu heiß und nicht zu kalt ist – also genau richtig, damit Wasser flüssig bleibt und vielleicht Leben entstehen kann.
Zum Schluss haben wir uns gefragt, ob es auch Monde um Exoplaneten gibt, sogenannte Exomonde. Bis jetzt hat man noch keinen solchen Mond sicher entdeckt, aber die Suche geht weiter!
Du kannst auch selber auf Exoplaneten-Jagd gehen – die NASA hat einen Exoplaneten-Katalog dazu im Internet. Hier kannst du die Größe von Exoplaneten mit Planeten im Sonnensystem vergleichen und schauen welche Planeten in der habitablen Zone liegen und somit von erdähnlichem Leben vielleicht bewohnbar sind. Leider gibt es die Internetseite nur in englischer Sprache: https://eyes.nasa.gov/apps/exo/#/