In der Adventszeit werden die Tage immer kürzer und die Sonne geht schon am Nachmittag unter. Am 21. Dezember, also kurz vor Weihnachten, beginnt der Winter, und dann zeigt sich der Sternhimmel von seiner schönsten Seite.
Der Große Wagen und der Polarstern
Sobald die ersten Sterne erscheinen, kannst du im Norden den Großen Wagen entdecken. Er sieht aus wie ein Handwagen mit einem langen Griff. Wenn du den Abstand der beiden hinteren Sterne seiner „Kiste“ fünfmal verlängerst, gelangst du zum Polarstern. Dieser besondere Stern zeigt uns immer, wo Norden ist. Ganz praktisch – wie ein Kompass am Himmel!

Das Himmels-W – Kassiopeia
Schau einmal direkt über dir: Dort funkelt das Himmels-W. Es sieht aus wie der Buchstabe „W“ und gehört zum Sternbild Kassiopeia. Der Legende nach war Kassiopeia eine sehr eitle Königin, die viel Zeit damit verbrachte, ihre Schönheit zu bewundern.
Pegasus und der Herbsthimmel
Weiter im Süden findest du vier Sterne, die zusammen ein Viereck bilden – das Herbstviereck. Es ist Teil des geflügelten Pferdes Pegasus, das kopfüber am Himmel schwebt.
Saturn und Jupiter – die Riesenplaneten
Unterhalb des Herbstvierecks kannst du den Planeten Saturn entdecken. Er ist berühmt für seine wunderschönen Ringe aus Eis und Gestein. Später in der Nacht erscheint auch Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems. Sein gewaltiger Sturm ist so groß, dass darin fast zwei Erdkugeln Platz hätten!
Das Wintersechseck und Sirius
Im Winter zeigen sich viele Sternbilder: die Zwillinge, der Fuhrmann, der Stier, der Orion und die beiden Hunde. Ihre hellsten Sterne bilden zusammen das Wintersechseck. Der hellste von allen ist Sirius – er funkelt manchmal in verschiedenen Farben und ist sogar aus „Harry Potter“ bekannt.

Orion – der Himmelsjäger
Besonders spannend ist das Sternbild Orion. Seine Schulter ziert der rote Stern Beteigeuze, sein Fußstern Rigel leuchtet bläulich. Drei Sterne in einer Reihe bilden seinen Gürtel. Direkt darunter liegt der Orionnebel (M42) – eine kosmische „Kinderstube“, in der neue Sterne und Planeten entstehen. Mit einem Fernglas kannst du ihn besonders gut sehen.
Die Plejaden – das Siebengestirn
Nicht weit entfernt funkeln die Plejaden, auch „Siebengestirn“ genannt. Sie sind ein echter Sternhaufen und sogar auf der berühmten Himmelsscheibe von Nebra zu sehen, die du im Landesmuseum für Vorgeschichte hier in Halle (Saale) bestaunen kannst.
Mit dem Siebengestirn endet unsere kleine Reise über den Winterhimmel. Wir hoffen, dass ihr Lust bekommen habt, selbst einmal die Sterne zu beobachten.
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