Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for März 2026

Bildquelle: NASA


Beim letzten Treffen haben die ASTROlinos den Planeten Mars erkundet. Der Mars ist der vierte Planet in unserem Sonnensystem und ein Nachbarplanet der Erde. Er ist deutlich kleiner als unsere Erde – im Durchmesser ist er gerade einmal halb so groß. Seinen Namen bekam er vom römischen Kriegsgott Mars. Seine beiden Monde heißen passend dazu nämlich Phobos und Deimos – übersetzt „Furcht“ und „Schrecken“.

Auf dem Mars ist es sehr staubig. Der rote Staub stammt vom vielen Eisen im Marsgestein. Wenn Eisen mit Wasser und Sauerstoff in Kontakt kommt, entsteht Rost – und deswegen hat der Mars seine typische rötliche Farbe. Früher soll es dort einmal Wasser gegeben haben, doch heute ist die Oberfläche trocken.

Wie die Erde hat auch der Mars zwei Pole, einen Nord- und einen Südpol. Dort gibt es Trockeneis, also gefrorenes Kohlendioxid, und darunter könnte es vielleicht sogar flüssiges Wasser geben. Seine Atmosphäre besteht hauptsächlich aus Kohlendioxid und ein wenig Stickstoff. Kohlendioxid ist ein Treibhausgas, aber weil die Atmosphäre des Mars sehr dünn ist und der Planet weiter von der Sonne entfernt liegt, ist es dort trotzdem eiskalt.

Auf dem Mars gibt es den größten Berg des ganzen Sonnensystems: den Olympus Mons. Er ist etwa 24 Kilometer hoch und ein riesiger Schildvulkan – so groß, dass er ungefähr die Fläche von ganz Deutschland bedecken würde.

Eine Reise zum Mars muss sehr gut vorbereitet werden. Der Planet benötigt fast zwei Erdenjahre, um einmal die Sonne zu umrunden. Forscherinnen und Forscher planen bereits Reisen dorthin und üben zunächst wieder Mondlandungen. Am 2. April 2026 soll eine neue Artemis-Mission starten, um für eine spätere Mondlandung zu trainieren. Diese Mission wird den Mond zunächst nur umrunden. Bis Menschen zum Mars fliegen können, wird aber noch viel Forschung und Vorbereitung nötig sein.

Read Full Post »


Was bedeutet das genau? Kurz erklärt: Die Sonne steht heute senkrecht über dem Erdäquator (im Zenit). Aufgrund der geneigten Erdachse geschieht das nur zweimal im Jahr: zum Frühlings- und Herbstbeginn.
Dieser Moment wird auch Tag-und-Nacht-Gleiche genannt, denn Tag und Nacht sind nahezu gleich lang. Die Sonne geht genau im Osten auf und im Westen unter. Ab jetzt werden die Tage spürbar länger: Der Tagbogen der Sonne wächst, der Sonnenstand zur Mittagszeit steigt und wir bewegen uns mit großen Schritten Richtung Sommer. Natürlich gibt es auch für diese Jahreszeit schöne Sternbilder, darunter den Löwen … oder das Bügeleisen …. oder die Spitzmaus 😉

Read Full Post »

Das Sternbild Bärenhüter ((c) I. Schlesier)


Mit dem Frühlingsbeginn erwacht nicht nur die Natur zu neuem Leben – auch der Sternenhimmel zeigt sich von einer neuen Seite. Während die Nächte kürzer werden, bleiben die zirkumpolaren Sternbilder, also jene, die ganzjährig beobachtbar sind, in nördlicher Richtung gut sichtbar: die Große Bärin mit dem Kleinen Bären sowie das markante „Himmels-W“ der Kassiopeia

Währenddessen lösen in Richtung Osten nach und nach die Frühlingssternbilder die Figuren des Winters ab. Die Sterne des sogenannten Frühlingsdreiecks mit Arktur im Sternbild Bärenhüter, Spica in der Jungfrau und Regulus im Löwen strahlen in klaren Nächten besonders hell. Mit ihnen erscheinen Figuren der griechischen Sagenwelt: der von Herakles besiegte Löwe von Nemea und die Jungfrau Persephone, die als Göttin des wiederkehrenden Frühlings aus der Unterwelt steigt.

Doch was macht eigentlich ein Bärenhüter? Zur damaligen Zeit wurden Bären gejagt und weniger gehütet. Heute würde man vielleicht die Tierpfleger in  Zoos, die sich um die Bären kümmern, als Hüter bezeichnen. Der griechischen Sage nach wurde die Nymphe Callisto in eine Bärin verwandelt und an den Sternhimmel gesetzt – dort fand sie Schutz vor ihrem jagenden Sohn, der von ihrer Verwandlung keine Kunde hatte. Die rachsüchtige Göttergemahlin Hera sorgte jedoch dafür, dass das Sternbild der Großen Bärin niemals den Horizont berührt, um im kühlenden Meer zu versinken und sich zu erfrischen. Der ihr zur Seite gesetzte Bärenhüter soll darüber wachen.

In vielen bildlichen Darstellungen der Bärenhüterfigur trifft man jedoch eher einen Hirten oder Bauern an. Auch der griechische Name „Bootes“ (von boos = Stier und otheo = ich treibe; nach H. Ahlert) weist auf eine andere Herkunft des Sternbildes hin. „Dieser Stiertreiber war der Sage nach der Sohn der Demeter, die als Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit ihm den Auftrag gab, die Felder zu bestellen.“ Die sieben hellen Sterne der Großen Bärin sollen dabei sieben Ochsen gewesen sein, die Jahr für Jahr um den Himmelspol getrieben werden. Am Sternhimmel ist das Sternbild des Bärenhüters direkt neben seiner Halbschwester, der Jungfrau Persephone, zu finden.

Später im Frühling zeigen sich unterhalb des Frühlingdreiecks etwas unscheinbare Sternbilder: zwei unsymmetrische Vierecke über einer Sternenkette. Sie stellen die Sternbilder Rabe, Becher und Wasserschlange dar. Einer Sage nach sollte der Rabe mit dem Becher Wasser aus einer Quelle für den Gott Apollon holen. Doch der Rabe versäumte seinen Auftrag und beschuldigte daraufhin die Wasserschlange Hydra, sie habe ihm den Zugang zur Quelle verwehrt.

All diese Sternbilder könnt ihr selbst entdecken – in der kommenden ASTROlino SternGuckerZeit am 10. März. Dort zeigen euch die ASTROlinos den Frühlingshimmel mit dem Bärenhüter, der Jungfrau und dem funkelnden Frühlingsdreieck im Planetarium Halle.

Read Full Post »